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Balkonkraftwerk – Spartipp #3

Was dich in diesem Beitrag erwartet:

Inhaltsverzeichnis

Vielleicht geht es dir ähnlich wie mir. Du bist fasziniert von der Idee deinen eigenen Strom zu produzieren und gleichzeitig einen Beitrag zum Klima zu leisten. Doch leider hast du entweder kein entsprechendes Wohnhaus oder bei deiner Wirtschaftlichkeitsprognose kommt so ein tolles Ergebnis heraus wie bei mir:

Erwartete Rendite Solaranlage

Da macht das Strom produzieren doch Spaß, oder? Wenn selbst Sparbuch-Olaf verächtlich auf deine Rendite schauen kann, läuft offenbar etwas falsch. Die Rechnung, die mir vorlegt wurde, beinhaltete wohlgemerkt sehr optimistische Annahmen und kein Betriebswirt dieser Welt hätte die Methodik verwendet, die der Anbieter der Solaranlage hier bevorzugt hat. Versteh mich bitte nicht falsch: In erster Linie zählt für mich die Umwelt, aber dabei jeden Monat real Geld zu verlieren und auch noch Verwaltungsaufwand und Kosten in Form von steuerlichen Themen zu haben, ließ mich dann doch sehr an der Idee zweifeln.

Nach und nach merkte ich dann durch Nachfragen bei Bekannten und Verwandten, dass die meisten Solaranlagenbesitzer:innen entweder bewusst keinen Gewinn mit ihrer Anlage machten oder sich doch sehr viel schön rechneten. Das bezieht sich wohlgemerkt auf Bestandsimmobilien und vor allem Dächer mit Ost-West-Ausrichtung.

Als ich an einem weinseligen Abend von meiner frustrierenden Erfahrung in Zusammenhang mit der Solaranlage berichtete, erzählte eine der anwesenden Damen mir von ihrem Vater, der, so die Aussage, mit zwei Solarmodulen am Balkon im Jahr ca. 500 kW/h generiere und sich die Investition schon nach 3 Jahren auszahle. Jetzt war mir das Prinzip Balkonkraftwerk nicht völlig fremd, aber die Skepsis doch sehr groß. 

Direkt am nächsten Tag verglich ich noch Angebote und fing an zu rechnen und kam zu dem Schluss: Tatsächlich könnte sich ein Balkonkraftwerk für mich in 5-6 Jahren rechnen. Der Entschluss war gefasst, die Anlage bestellt. Aber jetzt nochmal zurück auf Anfang.

1. Was ist ein Balkonkraftwerk?

Bei einem Balkonkraftwerk handelt es sich um eine Mini-Solaranlage, die man über einen Stecker an den Hausstrom anschließen kann und das ohne großen Aufwand und Kosten, da man die Installation sogar problemlos selbst machen kann. Ja, richtig gehört. Auch da begegnen mir immer wieder gerne skeptische Blicke von Leuten, die sich gedanklich wahrscheinlich schon gut durchgeröstet neben der Steckdose liegen sehen. Wenn aber selbst ich als handwerkliche Null dazu im Stande war, solltest du dir keine Gedanken machen.

Anders als bei großen Solaranlagen, die teils mit Batteriespeichern arbeiten, sind Balkonkraftwerke darauf ausgelegt, dass du den produzierten Strom direkt verwendest. Eine Einspeisevergütung, die dir jede ‘zu viel’ produzierte Kilowattstunde mit einem geringen Betrag vergütet, erhältst du hier nicht. Du schenkst in diesem Fall deinem Netzbetreiber den Strom. Dafür hast du bei Beachtung der Vorgaben exakt null Verpflichtungen, was Angaben in der Steuererklärung angeht. 

Wie der Name schon sagt, lassen sich diese Minisolaranlagen auch tatsächlich an ganz normalen Balkonen mit wenig Aufwand befestigen. Natürlich kannst du deine Solarmodule aber auch am Hausdach oder gerne auch Gartenhaus befestigen und so unter Umständen sogar höhere Erträge erzielen. Im Prinzip gibt es für jeden erdenklichen Anbringungswunsch mindestens schon eine Person, die dafür die passenden Befestigungsschienen entworfen hat. Halte dich also gedanklich nicht zu sehr an dem Wort “Balkon” fest.

Viele Hersteller bieten entsprechende Komplettpakete an, die leicht zu installieren sind. Dort sind dann meist ein bis zwei Solarmodule enthalten, die Befestigungsschienen und der Wechselrichter. Letzterer sorgt dafür, dass der von der Solaranlage erzeugte Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt wird, der von den Verbrauchern in deinem Haushalt genutzt werden kann.

2. Was muss bei Balkonkraftwerken beachtet werden?

Ich hoffe du gehörst nicht zu den Menschen, die sich (zu) schnell begeistern lassen und jetzt schon euphorisch in einem Shop auf Kaufen geklickt haben, denn es gibt durchaus einige Dinge, die im Vorfeld beachtet werden müssen. Lass dich bitte nicht von dem Umfang abschrecken. Am Ende ist es doch simpler als es scheint:

  • Die Ausrichtung: Sollte dein Balkon bzw. die Fläche, die du für die Anlage vorgesehen hast, Richtung Norden ausgerichtet sein, würde ich dir rundheraus von der Anschaffung abraten oder eine andere Fläche in Erwägung ziehen. Hier wirst du so gut wie keinen Ertrag erzielen. Auch wenn deine Fläche sehr stark verschattet ist durch Bäume, andere Häuser oder darüber liegende Balkone, sinkt der Ertrag erheblich. Mehr zur Ausrichtung erfährst du in einer Studie der Hochschule Rosenheim, die sich sehr genau mit den Auswirkungen beschäftigt hat.
  • Mietvertrag: Solltest du zur Miete wohnen, rate ich dir dringend das Gespräch mit deinem/r Vermieter:in zu suchen. Auch wenn das Anbringen von Solarmodulen nicht explizit im Mietvertrag genehmigungspflichtig bzw. untersagt sein sollte, würde ich dir dennoch raten ihn/sie über die geplante Anbringung zu informieren, um Ärger zu vermeiden. Dabei ist es von Vorteil wenn du dich vorher entsprechend informiert hast und etwaige Bedenken aus dem Weg räumen kannst. Die Rechtsprechung neigt abseits dessen in jüngeren Fällen dazu in Streitfällen den Mieter:innen Recht zu geben, sofern alle Vorschriften beachtet wurden.
  • Überprüfung deines Stromverbrauchs: Das Balkonkraftwerk amortisiert sich in erster Linie deshalb so schnell, da der Gedanke dabei ist, dass du den produzierten Strom möglichst komplett selbst verbrauchst. Eine ‘richtige’ Solaranlage speist dagegen meist den Großteil deines produzierten Stroms ein, der dann Stand jetzt mit ca. 7 Cent vergütet wird. Bei einem Balkonkraftwerk findet keine Vergütung statt, aber du sparst dir ca. 30 Cent, die momentan für Strom in Deutschland fällig werden. Achte beim Kauf also darauf keine zu große Anlage zu holen. Wenn du also eine 600-Watt-Anlage holst und eigentlich nur einen Grundverbrauch von 120 Watt hast, tust du überwiegend deinem Netzbetreiber und der Umwelt einen Gefallen, aber weniger deinem Geldbeutel. Bei uns blieb der Zähler aber selbst bei einer Produktion von 580 Watt nicht stehen, da wir durch den Betriebsstrom der Heizung, Kühlschrank, Pc (Homeoffice), Spülmaschine etc. meist den ganzen Strom verbrauchen konnten. Im Sommer wird das wahrscheinlich anders sein.
  • Einspeiseleistung: Balkonkraftwerke dürfen in Deutschland eine Einspeiseleistung von 600 Watt nicht überschreiten. Ich betone nochmal: Einspeiseleistung. Hier ist der Wechselrichter die maßgebliche Größe. Wenn du also Anlagen mit einer Gesamt-Modulleistung von 660 Watt findest, ist dennoch die Leistung des Wechselrichters entscheidend. In der Regel sind die hier erhältlichen Komplettpakete darauf bereits ausgelegt. Die höhere Wattleistung bei den Modulen ermöglicht dir in der Theorie, dass du auch bei weniger Sonne nahe an die gewünschten 600 Watt Einspeiseleistung kommst. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen, dass du selbst unter günstigen Bedingungen selten an diesen Wert herankommen wirst und daher eine etwas höhere Modulwattzahl von Vorteil ist.
  • NA-Schutz: Um zu verhindern, dass du beim Ein- und Ausstecken einen Stromschlag bekommst, sollte der Wechselrichter der DIN Norm VDE-AR-N 4105 entsprechen. Dies steht für gewöhnlich in dem Datenblatt oder der Beschreibung des Wechselrichters. Sollte das nicht der Fall sein, fragst du besser nochmal nach. Der NA-Schutz sorgt dafür, dass der Stecker deines Balkonkraftwerks spannungsfrei geschaltet wird, wenn du ihn aus der Steckdose ziehst. Und das innerhalb 0,2 Sekunden. Du müsstest dich je nach argumentativem Standpunkt sehr dumm oder sehr geschickt anstellen, um in dieser Zeit an den Stecker zu greifen.
  • Sicherungskasten: Dein Sicherungskasten sollte technisch auf einem einigermaßen aktuellen Stand sein. Das heißt keine Drehsicherungen, was aber bei den meisten Gebäuden der Fall ist. So sollte dein Stromkasten also ‘nicht’ aussehen:
Sicherungskasten mit Drehsicherung
  • Zulassung in Deutschland: Deine Anlage muss in Deutschland zugelassen sein, damit du sie hier betreiben darfst. Tatsächlich habe ich bislang keine Anlage gefunden, bei der dies nicht der Fall war, aber um sicher zu gehen, dass du sowohl die rechtlichen Vorschriften einhältst als auch ein den Sicherheitsstandards entsprechendes Balkonkraftwerk kaufst, kannst du einen Blick auf die Liste der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie werfen. Ist deine Anlage hier mit “Ja” gelistet, kannst du sicher sein, dass sie den Standards entspricht.
  • Stromzähler: Solltest du noch einen so genannten Ferraris-Zähler verbaut haben, dann muss dein Zähler getauscht werden. Hintergrund dessen ist, dass diese Zähler keine Rücklaufsperre haben und im Fall, dass du mehr Strom einspeist als verbrauchst, rückwärts laufen. Hier sind wir auf der Ebene eines klaren Verbots, das du respektieren solltest. Eben das ist auch der Grund dafür, dass du keine steuerlichen Verpflichtungen hinsichtlich des Betreibens deiner Mini-Solaranlage hast. Keine Einspeisevergütung, keine Steuern. Wenn dein Zähler das nachfolgende Symbol hat, dann musst du nichts weiter unternehmen. Sollte das nicht der Fall sein, musst du den Wechsel des Zählers beim Netzbetreiber beantragen. Dazu gleich mehr.
Symbol Rücklaufsperre
  • Marktstammdatenregister: Auch wenn dich Besitzer:innen einer ‘richtigen’ Solaranlage eher belächeln werden, so sieht es der deutsche Staat doch gewohnt bürokratisch und verlangt, dass du deine Anlage im Marktstammdatenregister einträgst. Hier werden alle Anlagen des deutschen Energienetzes geführt. Was aufwändig klingt, ist de facto für deutsche Verhältnisse im Anmeldeprozess gut erklärt und geht recht schnell.
  • Anmeldung beim Netzbetreiber: Ebenso vorgeschrieben ist die Anmeldung beim Netzbetreiber, die meistens mit dem bereits erwähnten Zählerwechsel einhergeht. Die Anmeldung läuft meistens problemlos ab, ‘kann’ aber auch schwieriger werden, wenn die Netzbetreiber sich quer stellen. Aus naheliegenden Gründen sind diese meist kein Fan von dem selbst produzierten Strom und stellen Anforderungen wie die Installation durch Elektriker:innen, eine spezielle Einspeisesteckdose, was ich gleich noch ausführlich thematisieren werde, oder wollen dir den Zählerwechsel in Rechnung stellen. Da die Zähler sowieso planmäßig auf digital gewechselt werden, ist das gleich doppelt unsinnig. Meist gibt es schon entsprechende Vordrucke bei den Netzbetreibern. Wenn das nicht der Fall sein sollte, dann gibt es viele Muster im Netz, die auch gleich entsprechend fordernd an den Netzbetreiber formuliert sind. Diesen fordernden Ton mitsamt dem Widerspruch was etwaige Kosten angeht, würde ich dir auch raten. Der Netzbetreiber muss ein Interesse daran haben, dass der Zähler nicht rückwärts läuft, nicht du. Für dich ‘wäre’ es kostentechnisch ein Vorteil, wenn du die Solaranlage mit dem alten Zähler betreibst. Der Anschluss der Solaranlage durch einen Laien ist in der DIN VDE 0100-551-1:2016-09 sichergestellt, die du gerne bei deinem Netzbetreiber zitieren darfst, wenn er die Installation der Anlage durch Elektriker:innen verlangt.
Ich hoffe ich habe dich jetzt noch nicht völlig mit Informationen erschlagen, denn der ‘spannendste’ Teil kommt noch.
 

3. Schuko-Stecker oder Wieland-Stecker?

Ich kann dir garantieren, dass dies das meistdiskutierte Thema im Zusammenhang mit Balkonkraftwerken ist. Grund dafür ist, dass der Schuko-Stecker, den du von deinen Haushaltsgeräten kennst, eigentlich nicht normkonform (DIN V VDE 0100-551-1) ist. Der einzige DIN-konforme (DIN VDE V 0628-1) Stecker ist bislang der Wieland-Stecker. Hierbei wäre dann auf jeden Fall geraten eine/n Elektriker:in zu beauftragen, was jedoch für nicht unerhebliche Kosten sorgt und meist lange Wartezeiten mit sich bringt. 

Jetzt ist es so, dass Normen de facto keine Gesetze sind, sondern nur im Streitfall einen quasi rechtlichen Charakter bekommen können. Dennoch lässt einen so eine Formulierung natürlich ins Grübeln kommen. Sowohl Stromschläge als auch Brände werden hier als Horrorszenarien beschrieben. Das PV-Magazin zitierte jedoch kürzlich einen Sachverständigen, dass die in EN 60335-1:2012 Abschnitt 22.5 und DIN EN 60204-1 (VDE 0113-1):2007-06 Abschnitt 18.5 genannten Anforderungen sichergestellt sind, wenn die Anlage den oben beschriebenen NA-Schutz hat. 

Auch die DGS stellte klar, dass sowohl Brände als auch Stromschläge bei Einhaltung der sonstigen Vorgaben (600 Watt Einspeiseleistung, Sicherungsautomat vorhanden etc.) keine reale Gefahr sind. Du kannst also die vorhandene Schuko-Steckdose verwenden! Was du jedoch auf jeden Fall vermeiden solltest ist das Einstecken der Anlage in eine Steckerleiste oder die Installation mehrerer kleiner Solaranlagen, die du über den Hausstrom betreibst. Damit würdest du Überlastungen riskieren. 

Wenn dreifach abgesichert, gerade sicher genug für dich ist, dann steht der Installation eines Wieland-Steckers natürlich nichts im Wege. Unter den mittlerweile hunderttausenden Balkonkraftwerken, kam es jedoch bislang nicht zu einem einzigen Brand, der mir bekannt wäre. Du kannst dir sicher sein, dass Energieerzeuger-Lobbys im Falle des Falles den ‘Service’ für dich übernehmen werden großflächig vor Balkonkraftwerken zu warnen, wenn es irgendwann dazu kommen sollte.

4. Mit welchen Erträgen kann ich rechnen?

Grundsätzlich richtet sich der erwartbare Ertrag natürlich nach der Größe deiner Anlage und der Ausrichtung. Hast du das große Glück wie wir eine Südausrichtung zu haben und wenig Schatten auf deine Fläche kommt, kannst du bei einem 600 Watt Balkonkraftwerk durchaus mit 500-600 kW/h pro Jahr rechnen. Bedenke dabei aber, dass sich der Ertrag vor allem über die Sommermonate ergibt und du wahrscheinlich nicht den ganzen produzierten Strom nutzen kannst.

Bist du sowieso durchgehend im Homeoffice, verbraucht dein PC + Bildschirm wahrscheinlich schon um die 130-160 Wattstunden. Seid ihr zu zweit berufstätig, lohnt sich die 600-Watt-Anlage mit Sicherheit schon. Gerade wenn ihr noch Dauerverbraucher wie Kühlschrank, Gefriertruhe einbezieht. Wenn du den Stromverbrauch nicht genau kennst, dann kannst du mit smarten WLAN-Steckdosen, zum Beispiel von pollin.de*den Verbrauch über dein Handy messen. Solltet ihr merken, dass der Zähler häufiger mal still steht und ihr eurem Netzbetreiber somit Strom schenkt, könnt ihr eventuell auch das Einschalten der Wasch- und Spülmaschine auf die Sonnenstunden verlegen. Das aber wirklich nur, wenn ihr alles aus eurer Anlage herauskitzeln wollt. Am Ende soll es Spaß machen und nicht zur Fleißaufgabe verkommen. Das Klima gewinnt so oder so.

Den Betriebsstromverbrauch eurer Öl-Heizung solltet ihr ggf. nicht mit in eure Rechnung einbeziehen. Dieser ist zwar häufig sehr hoch, aber die Heizung läuft natürlich eher im Winter und da bleiben hohe Erträge eurer Solaranlage meist aus. Wir hatten im November mit unserem 600-Watt-Balkonkraftwerk zum Beispiel gerade einmal eine Produktion von 16 kW/h.

Für die weitere Berechnung beziehe ich mich hinsichtlich der Kosten auf die 300-Watt-Anlage von Yuma, deren 600-Watt-Anlage ich selbst an unserem Haus montiert habe. Dabei nehme ich eine Produktion von 240 kW/h pro Jahr an, die du gut bei einer Südausrichtung erreichen könntest. 

Berechnung Amortisation Solaralange
M49l5-amortisation-einer-300-watt-anlage (1)

Im 7. Jahr kann sich also die Solaranlage bereits rechnen. Je nach deinen individuellen Bedingungen, kann sich die Amortisationsdauer jedoch auch noch erhöhen oder reduzieren. Auch hier verweise ich nochmal auf die oben erwähnte Studie, die sich mit den Auswirkungen der Ausrichtung beschäftigt. 

Ein Betriebswirt würde sich mit so einer ‘einfachen’ Rechnung natürlich nicht zufrieden geben und die monatlichen Überschüsse entsprechend abzinsen, aber wir wollen das Thema hier nicht noch weiter verkomplizieren, denn am Ende geht es darum einen positiven Beitrag zum Klima zu leisten und nebenbei noch Strom zu sparen. Beziehst du Dinge wie Strompreiserhöhung, Leistungsverlust der Solarzellen etc. mit ein verkomplizierst du meines Erachtens unnötig die Rechnung bei einer so kleinen Anlage, an der du nebenbei bemerkt gute 20 Jahre Spaß haben wirst.

Wen es dennoch interessiert: Bei einem Referenzzinssatz von 7% (so viel erwarte ich durchschnittlich an Rendite bei einem global gestreuten ETF), gleich bleibender Leistung in der Betrachtungszeit (6 Jahre) und einer angenommenen Strompreiserhöhung von 3% p.a., ergibt sich bei obigem Beispiel ein positiver Kapitalwert in Höhe von 8,55€ nach 6 Jahren. Folglich eine Amortisation im 6. Jahr. 

5. Welches Balkonkraftwerk kann ich dir empfehlen?

Ich habe tatsächlich sehr viel Zeit mit der Suche verbracht und hatte häufiger ein ungutes Bauchgefühl bei dem ein oder anderen Anbieter. Am Ende bin ich dann bei dem 600 Watt-Balkonkraftwerk von Yuma gelandet, da hier der Gesamteindruck passte und ich auch eine Aufständerung für den Balkon wollte, der die Anlage in einen optimalen Winkel für höhere Stromerträge gebracht hat. 

Was ich dir auf jeden Fall empfehlen würde ist eine WLAN-Steckdose* mit der du die Stromproduktion überprüfen kannst. Wundere dich dabei nicht wenn bei den Geräten Strom’verbrauchs’messung steht. Die Dosen funktionieren meiner Erfahrung nach in beide Richtungen. Gerade in den ersten Tagen war es für mich interessant zu sehen, wie viel Ertrag jetzt die Anlage wirklich erzielt. Irgendwann schaust du dann wahrscheinlich nur noch sporadisch auf die Stromproduktion und rennst nicht mehr an den Stromzähler, um zu überprüfen ob er still steht, sobald du mal über 500 Watt produzieren solltest. Das gute Gewissen bleibt aber auf jeden Fall. 

6. Checkliste

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