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Was ist finanzielle Freiheit?

Finanzielle Freiheit zu definieren ist wohl ähnlich gelagert wie den Versuch einer Definition von gesundem Leben. Jeder versteht etwas anderes darunter und legt den Fokus dementsprechend auf eine athletische Figur, gute Ernährung oder eben innere Ruhe und Zufriedenheit. Je nach Charakter und individueller Veranlagung können sich eben diese verschiedenen Ausrichtungen auch völlig widersprechen:  Überwiegt die Freude über die Pizza am Abend oder die Reue am nächsten Tag beim Blick auf die Waage? Empfinde ich Sport als befreienden Ausgleich vom Alltagsstress oder als zusätzliche Belastung nach einem sowieso schon zu langen Arbeitstag? Ich bin mir dennoch sicher, dass es ein gemeinsames Fundament sowohl bei unserer Gesundheit als unseren Finanzen gibt, auf das wir uns alle einigen können: Keiner macht sich gerne Sorgen darum.

Gleich vorweg: Ich bin ein Mensch, der das Leben gerne genießt und morgens mit einem Klatschen in die Hände aufsteht. Gleichzeitig blende ich aber potentiell realistische Probleme in der Zukunft nicht aus. Vielleicht kennst auch du die kritische Frage an dich selbst: “Was wäre wenn?”. Wenn ich an finanzielle Freiheit denke, denke ich nicht an den Porsche in der Einfahrt und die Villa in Blankenese (Ich habe mich sowieso schon immer gefragt, wer da wirklich wohnen will), sondern daran, dass ich mir niemals in meinem Leben darüber Sorgen machen möchte, ob ich die Raten für mein Haus, Strom, Essen oder sonstige Alltagsausgaben bezahlen kann. Finanzielle Freiheit ist für mich die Abwesenheit von Ängsten um die eigenen Finanzen. Und dabei möchte ich auch nicht zwei mal überlegen müssen, ob ich nun den Wein von dem/r ortansässigen Winzer:in oder aus dem Tetra Pak nehme, der sicher auch ganz ausgezeichnet schmeckt, aber als Dorfkind in einer Weinbauregion bin ich nun mal dezent versnobt, was das angeht.
Ich möchte die Gewissheit haben, dass ich selbst bei lang anhaltender Arbeitslosigkeit keine Sorgen um meinen Lebensstandard haben muss. 

Allgemein möchte ich mich keinen Zwängen aussetzen, sondern habe für mich auf die Probe gestellt, was für mich einen Verzicht darstellt, was ich brauche, was mich glücklich macht. Dabei habe ich festgestellt, dass ich tatsächlich ziemlich einfach gestrickt zu sein scheine. Mich machen nämlich schon verlässliche Freunde & Familie, gute/s Essen & Getränke, ein Haus im Grünen, meine Frau, unsere nervtötende Katze🐈  , die anstehende Familienplanung und das Gefühl eine Aufgabe zu haben überglücklich. Das mag jetzt für viele pathetisch klingen, aber ganz ehrlich: Würdet ihr hier wirklich euren neuen BMW, euer IPhone und eure Balenciaga-Klamotten aufzählen? Ich hoffe doch nicht.

Dennoch beobachte ich teils mit Faszination, teils mit Schrecken, viel zu oft, wie sich Menschen in eine Abwärtsspirale begeben, in denen sie immer teurere Luxusgegenstände mit immer mehr nicht vorhandenem Geld kaufen. Nur um relativ schnell zu merken, dass die damit einhergehende zweifelhafte Anerkennung nur von kurzer Dauer ist und das dadurch entstandene Loch im Leben mit der nächsten Ladung luxuriösen Sand gefüllt werden muss, der dann langsam verrinnt. Es ist auch nicht so, dass ich diese Gedanken nicht nachvollziehen kann. Ich erinnere mich noch gut daran wie ich nach Jahre langem finanziellen Haushalten dann doch das Fabrikat eines bekannten bayrischen Automobilherstellers erwarb. Für exakt fünf Wochen fühlte sich das toll an und ich genoss auch ein wenig etwas, wogegen ich mich bis zu diesem Zeitpunkt für immun hielt: Eben jene zweifelhafte Anerkennung von außen für materielle Dinge. Danach kam die Erkenntnis, dass ich niemand sein möchte, der diese Form der Anerkennung erfährt und die Ausgaben für das Auto gemessen an meiner Lebensplanung schlicht unverhältnismäßig waren. Halte bei alldem immer im Hinterkopf, dass du selbst entscheidest was für dich Luxus und was Standard ist, denn wie bereits zu Beginn erwähnt: Wir alle haben unterschiedliche Ausgangslagen und Vorstellungen. Finanzielle Freiheit verstehe ich aber im Sinne dessen auch als Freimachen von dem Zwangsdenken, dass man immer mehr und teurer konsumieren muss. Es geht niemals darum komplett auf ein tolles Auto, ein schönes Haus, Marken-Kleidung oder ähnliches zu verzichten, aber es sollte immer im Einklang mit euren Finanzen und eurem Selbstbild sein. Zu meinem Selbstbild gehört es eben nicht mich mit teuren Gegenständen zu umgeben, da ich das seit jeher mehr bei anderen belächelt als bewundert habe und ich es auch allgemein als gesellschaftlich problematisch erachte. Doch dazu an anderer Stelle mehr. Den BMW fahre ich nun übrigens seit fünf Jahren und die gleichen Personen, die vorher Anerkennung zollten, fragen mich nun, ob es denn nicht mal Zeit für einen neuen Wagen wäre, worauf ich nur lächelnd antworte: “Der hält noch ein paar Jahre.” 

Doch nun die spannende Frage wie man finanzielle Freiheit erreichen kann. Ich habe dies schon immer von zwei Seiten betrachtet: Einnahmen ‘und’ Ausgaben. Jetzt ist es das naheliegendste für die allermeisten von uns Einnahmen in erster Linie als Arbeitseinkommen zu verstehen, doch eben dabei kann ich dir wenig helfen und das ist auch nicht worauf ich den Fokus legen möchte. Ich möchte dir viel mehr zeigen, wie du neben deinem Job deine Finanzplanung so gestalten kannst, dass du im besten Fall unabhängig von deinem Arbeitseinkommen wirst. Dafür brauchst du nur etwas Geduld, Selbstbeherrschung und ein bisschen Optimismus. Was du ‘nicht’ dafür brauchst sind Bankberater:innen, Coaches oder Seminare, die am Ende doch nur darauf ausgelegt sind, dir das Geld aus der Tasche zu ziehen. Ein Versprechen kann ich dir schon hier mit auf den Weg geben: Das Regeln der eigenen Finanzplanung ist einfacher als man glaubt und wird oft unnötig von außen verkompliziert. Wie sich das für dich in konkrete Schritte umsetzen lässt, zeige ich dir in meiner Schritt-für-Schritt-Anleitung zur finanziellen Freiheit.

Etwas, das bei der Finanzplanung häufig zu kurz kommt und sogar teils belächelt wird, ist die Ausgabenseite. Es gibt Ausgaben, um die wir alle nicht herumkommen. Sei es nun Strom, Essen oder Versicherungen. Eben dort schlummert meist viel mehr Potenzial als man denkt und das ohne auf etwas Verzichten zu müssen. Tatsächlich geht es darum den Lebensstandard, an den man sich gewöhnt hat, zu halten, aber dennoch teils mehrere tausend Euro im Jahr zu sparen, indem man finanziell effizienter wird. Dafür werde ich dir dutzende Beispiele aus meinem Alltag nennen, deren Auswirkungen dir einzeln betrachtet teils kleinlich erscheinen mögen, aber zusammen genommen und auf deine Lebenszeit betrachtet eine erhebliche Summe darstellen. Natürlich gilt dabei: Alles kann, nichts muss. Vieles davon wirst du nur umsetzen wollen, wenn du den Spaß an finanzieller Optimierung für dich entdeckt hast. Zu meinen konkreten Spartipps, kommst du hier.

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